ABIS e. V. · Wissenschaft · Forschung · Weiterbildung
Academy for Biological Innovations in Surgery
Heilungsprozesse verstehen. Zusammenhänge wissenschaftlich untersuchen.
ABIS ist ein gemeinnütziger Verein von Zahnärztinnen und Zahnärzten, Ärztinnen und Ärzten, Chirurginnen und Chirurgen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Gemeinsam untersuchen wir Heilungsprozesse im Kiefer und mögliche Zusammenhänge mit der Gesundheit des übrigen Körpers.
01
Warum ABIS?
Der Mund ist kein abgeschlossener Raum.
Heilungsprozesse und entzündliche Veränderungen im Kiefer finden als Teil des menschlichen Körpers statt. Welche Bedeutung bestimmte Befunde im Kiefer für die Gesundheit des übrigen Körpers haben können, ist jedoch noch nicht ausreichend geklärt.
Was daraus folgt, wissen wir nicht genau genug. Genau deshalb gibt es ABIS.
ABIS fördert Forschung, die diese Fragen kontrolliert untersucht, statt Antworten vorwegzunehmen. Gleichzeitig bringen wir wissenschaftliche Erkenntnisse dorthin, wo sie gebraucht werden: in die medizinische und zahnmedizinische Praxis, ins Team und in die Aus- und Weiterbildung.
Was daraus folgt, wissen wir nicht genau genug. Genau deshalb gibt es ABIS.
ABIS fördert Forschung, die diese Fragen kontrolliert untersucht, statt Antworten vorwegzunehmen. Gleichzeitig bringen wir wissenschaftliche Erkenntnisse dorthin, wo sie gebraucht werden: in die medizinische und zahnmedizinische Praxis, ins Team und in die Aus- und Weiterbildung.

"Zusammenhänge untersuchen, statt sie zu behaupten."
02
Unsere drei Arbeitsfelder
Sie greifen ineinander: Was im Kiefer und im Knochen geschieht, kann für die Gesundheit des übrigen Körpers von Bedeutung sein. Welche Zusammenhänge tatsächlich bestehen, muss wissenschaftlich untersucht werden – und die daraus gewonnenen Erkenntnisse müssen in die klinische Praxis weitergegeben werden.

Orale und systemische Gesundheit
Welche Befunde im Kiefer haben möglicherweise Bedeutung für den übrigen Körper – und welche sind ausschließlich lokale Befunde? ABIS interessiert sich genau für diese Grenze. Wir möchten sie messbar untersuchen, unter anderem mit validierten Patientenfragebögen und laborchemischen Markern systemischer Entzündung.

Knochenheilung und Regeneration
Wie heilt eine Alveole nach einer Zahnentfernung? Wie viel Knochen entsteht tatsächlich und wie lange dauert dieser Prozess? Heilungsverläufe lassen sich dreidimensional erfassen und untersuchen. Gleichzeitig beschäftigt sich ABIS mit Möglichkeiten, die Heilung zu unterstützen – darunter körpereigene Blutkonzentrate, Biomaterialien und Weichgewebsmanagement.
Unser Maßstab ist das Gewebe, nicht das Produkt.

Lehre und Team
Chirurgie wird nicht allein im Vortrag und nicht allein erlernt. Gute Abläufe entstehen, wenn Operateurinnen und Operateure, Assistenz und Instrumentierende denselben Eingriff und ihre jeweiligen Aufgaben kennen. Deshalb versteht ABIS Lehre als Teamaufgabe und nicht als Weiterbildung nur einer einzelnen Berufsgruppe.
03
GEDECKTES ALVEOLENRESIDUUM · CSR
Was bleibt nach der Heilung einer Alveole zurück?
Nach einer Zahnentfernung kann die knöcherne Heilung unterschiedlich verlaufen. Nicht vollständig mineralisierte Bereiche können unter einem bereits geschlossenen Kieferkamm verbleiben und in der radiologischen Bildgebung unauffällig erscheinen, wenn nicht gezielt nach entsprechenden Veränderungen gesucht wird.
Patientinnen und Patienten, bei denen ein solcher Befund operativ behandelt wurde, berichten teilweise über eine Besserung, die über den Mundraum hinausgeht.
Doch wodurch entsteht diese Besserung?
Ob sie tatsächlich auf die Operation zurückzuführen ist oder ob Faktoren wie Zeit, Erwartung und Zuwendung eine Rolle spielen, wurde bislang nicht ausreichend kontrolliert untersucht.
Eine randomisierte Untersuchung zu dieser Frage wird derzeit vorbereitet.
Patientinnen und Patienten, bei denen ein solcher Befund operativ behandelt wurde, berichten teilweise über eine Besserung, die über den Mundraum hinausgeht.
Doch wodurch entsteht diese Besserung?
Ob sie tatsächlich auf die Operation zurückzuführen ist oder ob Faktoren wie Zeit, Erwartung und Zuwendung eine Rolle spielen, wurde bislang nicht ausreichend kontrolliert untersucht.
Eine randomisierte Untersuchung zu dieser Frage wird derzeit vorbereitet.
Ihr Ergebnis ist in beide Richtungen offen –
und in beide Richtungen wird es veröffentlicht.
04
Wie wir fördern
Forschung braucht nachvollziehbare Regeln.
Ein Verein, der Forschung fördert, muss erklären, wohin die eingesetzten Mittel gehen und nach welchen Regeln entschieden wird. Deshalb legt ABIS Wert auf transparente und nachvollziehbare Abläufe bei der Förderung und Begleitung wissenschaftlicher Projekte.
1. Der Weg des Geldes
Fördermittel gehen gegen entsprechenden Nachweis an die Einrichtungen, die an den Forschungsprojekten beteiligt sind. Wissenschaftliche Auswertungen, beispielsweise histologische Untersuchungen, sowie administrative Leistungen werden über die jeweiligen universitären Kostenstellen abgerechnet. Klinischen Zentren werden nachgewiesene projektbezogene Aufwendungen erstattet; die angesetzten Beträge liegen auf oder unter den tatsächlich entstehenden Kosten.
Teilnehmenden entstehen durch die geförderten Projekte keine Kosten. Zuwendungen aus Vereinsmitteln an Mitglieder erfolgen nicht (§ 2 Abs. 7 und 8 der Satzung).
Teilnehmenden entstehen durch die geförderten Projekte keine Kosten. Zuwendungen aus Vereinsmitteln an Mitglieder erfolgen nicht (§ 2 Abs. 7 und 8 der Satzung).
2. Der Vorstand
Der Vorstand von ABIS arbeitet ehrenamtlich und unentgeltlich. Die Satzung ermöglicht grundsätzlich eine Vergütung, sofern die Mitgliederversammlung eine solche festlegt. Eine Vergütung wurde bislang nicht festgelegt.
3. Wenn Mitglieder beteiligt sind
An Forschungsprojekten können auch Praxen oder Kliniken von Vereinsmitgliedern beteiligt sein. Um Interessenkonflikte bei der Kostenerstattung zu vermeiden, entscheidet das jeweils beteiligte Zentrum nicht über die eigene Erstattung mit. Die Entscheidung wird dokumentiert; die Beteiligung wird im Rahmen der wissenschaftlichen Veröffentlichung offengelegt.
4. Das Votum
Jedes beteiligte Zentrum arbeitet auf Grundlage des jeweils erforderlichen Ethikvotums. Bei Projekten mit mehreren Zentren gelten die jeweiligen lokalen ethischen Anforderungen.Die Registrierung von Studien erfolgt entsprechend den wissenschaftlichen und regulatorischen Anforderungen.
5. Was wir begleiten
ABIS begleitet unter anderem investigator-initiierte Studien, Mono- und Multicenter-Projekte, prospektive Kohorten und strukturierte Fallserien sowie histologische und dreidimensionale bildgebende Auswertungen an universitären Einrichtungen.ABIS unterstützt und koordiniert diese Forschung. Durchführung, wissenschaftliche Auswertung und Verantwortung liegen bei den jeweils beteiligten Einrichtungen.
05
Lehre: das ganze Team, von Anfang an.
Chirurgische Weiterbildung konzentriert sich häufig auf die Person, die den Eingriff durchführt. In der Praxis funktioniert ein Eingriff jedoch als Team. Deshalb lernen bei ABIS die beteiligten Berufsgruppen ihre jeweiligen Aufgaben gemeinsam am selben Eingriff.
Zahnärztinnen und Zahnärzte
Im Mittelpunkt stehen Indikation, Zugang und Wundverschluss – und die Frage, wann behandelt werden sollte und wann nicht. Chirurgische Techniken werden an Präparaten und unter Anleitung erlernt, nicht erstmals am Patienten.
Assistenz und Instrumentation
Steriles Arbeiten, Instrumentenfolge, Abdecken, Anreichen und Absaugen sind Teil eines sicheren chirurgischen Ablaufs. Auch das Antizipieren des nächsten Schrittes kann gezielt erlernt werden.
Ärztinnen und Ärzte
Im Mittelpunkt steht die systemische Perspektive auf orale Befunde: Welche Bedeutung können Befunde im Kiefer für Entzündungsprozesse, Wundheilung oder Begleiterkrankungen haben – und wo sind Zusammenhänge wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt?.
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Komplexe Fälle, Komplikationen und die Weitergabe chirurgischer Verfahren stehen im Mittelpunkt. Dokumentation und wissenschaftliche Auswertung sollen Vorgehensweisen nachvollziehbar und reproduzierbar machen.
IN VORBEREITUNG
Weiterbildender Masterstudiengang
Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern wird derzeit ein weiterbildender Masterstudiengang an einer deutschen Universität entwickelt. Weitere Informationen folgen, sobald die Planung abgeschlossen ist.
06
Über ABIS
Wissenschaft gemeinsam voranbringen.
ABIS ist ein gemeinnütziger Verein von Zahnärztinnen und Zahnärzten, Ärztinnen und Ärzten, Chirurginnen und Chirurgen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.Seit seiner Gründung 2020 in Frankfurt am Main widmet sich ABIS der Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie der Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Blutkonzentrate, Biomaterialforschung und Wundheilung.
2020
Gegründet in Frankfurt am Main
Gemeinnützig
Eingetragener Verein
Wissenschaft · Forschung · Weiterbildung
Satzungsgemäßer Vereinszweck
Vorstand
Prof. Dr. Dr. Dr. Shahram Ghanaati
Vorsitzender
Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie Frankfurt am Main
07
Mitglied werden
Teil von ABIS werden.
ABIS bietet verschiedene Formen der Mitgliedschaft für Personen und Institutionen.
Die Satzung unterscheidet fünf Formen der Mitgliedschaft:
Die Satzung unterscheidet fünf Formen der Mitgliedschaft:
Ordentliche Mitgliedschaft
Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
Außerordentliche Mitgliedschaft
Studierende der Medizin, der Zahnmedizin und der Wissenschaften.
Korporative Mitgliedschaft
Organe der Gesundheitspflege, Berufsvertretungen, Körperschaften des öffentlichen Rechts.
Fördernde Mitgliedschaft
Jede natürliche oder juristische Person, die die Arbeit des Vereins unterstützen möchte.
Ehrenmitgliedschaft
Verliehen vom Vorstand für besondere Verdienste um die Zwecke des Vereins. Beitragsfrei.
Die Aufnahme erfolgt auf schriftlichen Antrag; über ihn entscheidet der Vorstand.
ABIS e.V.
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in Surgery
Hügelstr. 2
60435 Frankfurt am Main
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